Was ist Arganöl?
Arganöl wird aus den Kernen der Früchte des Arganbaums (Argania spinosa) gewonnen, der ausschließlich in Marokko wächst. Die Gewinnung ist aufwändig — für einen Liter Öl werden bis zu 30 Kilogramm Früchte benötigt. Es ist reich an ungesättigten Fettsäuren, Vitamin E und Sterolen und wird seit Jahrhunderten in der marokkanischen Schönheitspflege verwendet.
Wirkung auf die Haut
Arganöl nährt die Haut intensiv mit essentiellen Fettsäuren (Omega-6 und Omega-9). Es stärkt die Hautbarriere und schützt vor Feuchtigkeitsverlust. Der hohe Vitamin-E-Gehalt bietet antioxidativen Schutz. Arganöl zieht relativ schnell ein und hinterlässt ein seidiges, nicht fettiges Hautgefühl. Es kann die Hautelastizität verbessern und wird daher auch zur Vorbeugung von Schwangerschaftsstreifen eingesetzt. Leichte entzündungshemmende Eigenschaften beruhigen gereizte Haut.
Für welchen Hauttyp geeignet?
Arganöl eignet sich besonders für trockene bis normale Haut. Es ist leichter als Sheabutter oder Kokosöl und daher auch für Mischhaut in der Abendpflege geeignet. Bei fettiger Haut kann es in kleinen Mengen verwendet werden, sollte aber nicht die Hauptpflege sein. Empfindliche Haut verträgt reines Arganöl in der Regel gut. Es ist nicht komedogen (Grad 0) und daher eine der sichersten Öloptionen.
Richtige Anwendung
Zwei bis drei Tropfen Arganöl abends nach dem Serum in die Haut einmassieren. Es kann pur verwendet oder mit der Nachtcreme gemischt werden. Auch als Körperöl nach dem Duschen auf leicht feuchte Haut aufgetragen, zieht es gut ein. Für die Haare: Eine kleine Menge in die Spitzen und Längen einarbeiten — es bändigt Frizz und spendet Glanz. Achte beim Kauf auf kaltgepresstes, unraffiniertes Bio-Arganöl.
Kombination mit anderen Wirkstoffen
Arganöl kann über Hyaluronsäure und wasserbasierten Seren aufgetragen werden, um die Feuchtigkeit einzuschließen. Es ergänzt Retinol-Routinen als ausgleichender letzter Schritt. Auch nach Säurepeelings kann es die Haut beruhigen. Es gibt keine negativen Kombinationen. Besonders schön in Kombination mit Rosenhagebuttenöl für eine nährstoffreiche Ölmischung.
Häufige Fragen
Woran erkennt man echtes Arganöl?
Echtes Arganöl hat eine goldgelbe Farbe, einen leicht nussigen Geruch und zieht schnell ein. Es sollte nur „Argania Spinosa Kernel Oil" auf der Inhaltsstoffliste stehen. Billige Produkte sind oft mit anderen Ölen gestreckt.
Kann man Arganöl auch im Gesicht verwenden?
Ja! Arganöl ist eines der wenigen Gesichtsöle, die nicht komedogen sind. Es eignet sich als Nachtpflege oder als Booster in der Feuchtigkeitscreme.
Ist Arganöl besser als Jojobaöl?
Beide sind hervorragend, aber anders. Jojobaöl ähnelt dem Hauttalg und reguliert die Talgproduktion. Arganöl ist nährstoffreicher und besser für trockene Haut. Idealerweise hat man beide im Repertoire.