Was ist Kojisäure?
Kojisäure wird durch Fermentation von Reis durch den Pilz Aspergillus oryzae gewonnen — den gleichen Pilz, der auch bei der Sake-Herstellung verwendet wird. Sie ist ein natürlicher Tyrosinase-Hemmer und wird in der Hautpflege vor allem zur Aufhellung von Pigmentflecken eingesetzt. Typische Konzentrationen liegen bei 1-4 %.
Wirkung auf die Haut
Kojisäure hemmt das Enzym Tyrosinase, das für die Melaninproduktion verantwortlich ist. Dadurch werden Pigmentflecken, Altersflecken und Sonnenschäden aufgehellt. Sie hat auch antioxidative und leicht antibakterielle Eigenschaften. Bei regelmäßiger Anwendung wird der Teint gleichmäßiger. Die Wirkung ist sanfter als bei Hydroquinon, aber effektiver als bei vielen pflanzlichen Alternativen.
Für welchen Hauttyp geeignet?
Geeignet für alle Hauttypen mit Pigmentierungsproblemen. Bei empfindlicher Haut mit Vorsicht verwenden, da Kojisäure gelegentlich Kontaktdermatitis auslösen kann. Nicht ideal für sehr empfindliche oder reaktive Haut. Gut verträglich für normale bis fettige Haut.
Richtige Anwendung
Abends nach der Reinigung als Serum auftragen. Konzentrationen von 1-2 % sind für den Einstieg empfehlenswert. Sonnenschutz am nächsten Morgen ist zwingend erforderlich. Ergebnisse zeigen sich nach 4-12 Wochen. Bei Irritationen Häufigkeit reduzieren.
Kombination mit anderen Wirkstoffen
Kojisäure und Vitamin C verstärken sich gegenseitig in der Aufhellung. Auch mit Niacinamid und Azelainsäure kombinierbar. Vermeide die Kombination mit starken Säuren oder Retinol am selben Abend.
Häufige Fragen
Ist Kojisäure sicher?
In Konzentrationen bis 4 % gilt sie als sicher. Bei Daueranwendung sollte man auf Irritationen achten und Pausen einlegen.
Ist Kojisäure besser als Vitamin C gegen Pigmentflecken?
Beide wirken, aber auf unterschiedlichen Wegen. Die Kombination ist effektiver als jeder Wirkstoff allein.
Kann Kojisäure die Haut empfindlicher machen?
Ja, leicht. Sonnenschutz ist bei der Verwendung von Kojisäure absolut unverzichtbar.