Was ist Mandelsäure?
Mandelsäure ist eine Alpha-Hydroxysäure (AHA), die aus Bittermandeln gewonnen wird. Sie hat die größte Molekülgröße aller AHAs, wodurch sie am langsamsten und sanftesten in die Haut eindringt. In Konzentrationen von 5-10 % ist sie frei erhältlich und gilt als ideale Einstiegssäure.
Wirkung auf die Haut
Mandelsäure peelt sanft die oberste Hautschicht und fördert die Zellerneuerung. Sie hat zusätzlich antibakterielle Eigenschaften, was sie bei Akne besonders nützlich macht — eine Seltenheit unter AHAs. Pigmentflecken werden gemildert und der Teint ebenmäßiger. Die Hautstruktur verbessert sich, Poren wirken verfeinert. Im Vergleich zu Glykolsäure verursacht sie deutlich weniger Irritationen.
Für welchen Hauttyp geeignet?
Mandelsäure ist die perfekte Säure für empfindliche Haut und Peeling-Einsteiger. Auch dunkle Hauttöne vertragen sie gut, da das Risiko für postinflammatorische Hyperpigmentierung geringer ist als bei anderen AHAs. Bei unreiner Haut ist sie dank der antibakteriellen Wirkung besonders sinnvoll.
Richtige Anwendung
1-3 mal pro Woche abends auftragen. Auf gereinigte, trockene Haut geben. Mit 5 % beginnen. Sonnenschutz am nächsten Tag ist Pflicht. Bei guter Verträglichkeit auf 10 % steigern.
Kombination mit anderen Wirkstoffen
Gut kombinierbar mit Niacinamid und Hyaluronsäure. Nicht gleichzeitig mit Retinol oder anderen Säuren verwenden. Ceramide als Ausgleich nach der Anwendung.
Häufige Fragen
Ist Mandelsäure für Akne geeignet?
Ja — sie ist eine der wenigen AHAs mit antibakterieller Wirkung und daher besonders gut bei Unreinheiten.
Mandelsäure vs. Glykolsäure — welche ist besser?
Glykolsäure ist intensiver, Mandelsäure sanfter. Für empfindliche Haut und Einsteiger: Mandelsäure. Für robuste Haut mit starken Pigmentierungen: Glykolsäure.
Kann man Mandelsäure bei Rosacea verwenden?
Vorsichtig ja. Sie ist die am besten verträgliche AHA, aber bei aktiver Rosacea sollte man dennoch mit dem Hautarzt sprechen.